Unterversicherung – Nachlässigkeit kann teuer werden

Wer zahlt schon gerne zu hohe Versicherungsprämien? Auf der anderen Seite können Nachlässigkeit und Geiz-ist-geil-Mentalität im Schadensfall zu einem bösen Erwachen führen. Ein Beispiel aus der Praxis zeigt: Unterversicherung zahlt sich nicht aus!

Als das junge Paar die erste gemeinsame Wohnung bezogen, war Sparen angesagt: Die Möbel im Wohnzimmer zusammengewürfelt, das Schlafzimmer und die Küche vom Möbeldiskonter, das Kinderzimmer leer. Fünf Jahre später war dank zweifachem Nachwuchs auch das Kinderzimmer möbliert. Eine kleine Erbschaft ermöglichte, die Wohnung neu einzurichten und eine moderne Einbauküche anzuschaffen.

Worauf die Jungfamilie aber völlig vergaß, war die Anpassung des Versicherungsschutzes. Das sollte sich rächen. Während die Jungfamilie bei Bekannten war, löste ein elektrischer Defekt einen Brand aus, der rasch auf die ganze Küche übergriff. Glücklicherweise wurde das Feuer von Nachbarn bemerkt, die Feuerwehr konnte verhindern, dass die gesamte Wohnung ausbrannte. Die Küche war jedoch schwer in Mitleidenschaft gezogen, das Wohnzimmer stark verrußt.

Ein böses Erwachen kam aber nach der Schadensmeldung an die Versicherung. Der Wert der neu angeschafften Wohnungseinrichtung und des Wohnungsinhalts betrug 120.000 Euro, die Versicherungssumme war aber mit 80.000 Euro vereinbart. So machte der Versicherer eine 33%ige Unterversicherung geltend und bezahlte nur zwei Drittel des Schadens.

Gerne checken wir gemeinsam mit Ihnen, ob Ihr Versicherungsschutz dem aktuellen Stand entspricht!

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2019-02-26T03:07:46+02:00