Online-Banking: Kunde haftet für Betrug

Wer zur Zielscheibe von Online-Betrügern wird, kann seine Bank nicht so einfach zur Haftung ziehen. Das zeigt ein Urteil des Obersten Gerichtshofes (OGH).

Unbekannte Täter verschafften sich Zugriff auf den Computer eines Bankkunden und spähten dort seine Zugangsdaten aus. Daraufhin rief eine unbekannte Frau den Kunden an: Er solle wegen einer Datenaktualisierung den soeben per SMS übermittelten Code nennen. Dem Kunden entging dabei, dass dieser sogenannte TAC-Code eine Überweisung von 12.880 Euro auslöste. Der Kunde klagte daraufhin seine Bank. Die Transaktion sei nicht von ihm autorisiert worden.

Der OGH wies jedoch die Klage gegen die Bank ab. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Kunde bis maximal 150 Euro selbst, bei grober Fahrlässigkeit jedoch bis zum jeweiligen mit der Bank vereinbarten Limit. Die Vorinstanzen nahmen ebenso wie der OGH (9 Ob 48/18a) hier eine grobe Fahrlässigkeit des Bankkunden an. Von einer „bloßen Verkettung unglücklicher Umstände“, von der der Kläger ausging, könne nicht gesprochen werden.

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2018-12-19T03:10:00+02:00