Vorsicht, Wildwechsel!

76.300 Wildtiere kamen in der Saison 2016/2017 im Straßenverkehr zu Tode. Dies bedeutet, dass sich österreichweit etwa alle sieben Minuten ein Unfall mit einem Wildtier auf Österreichs Straßen ereignet. Umfassende Absicherung der finanziellen Folgen eines Wildunfalls bietet nur eine Kaskoversicherung.

Wenn ein Zusammenstoß mit einem größeren Wildtier unvermeidlich ist, sollte stark gebremst und das Lenkrad gut festgehalten werden. Riskante Ausweich- oder Bremsmanöver stellen auch eine erhebliche Gefahr für den Fahrzeuglenker selbst, aber auch für andere Verkehrsteilnehmer, dar. Wer beispielsweise wegen eines Hasen oder eines Marders eine Vollbremsung hinlegt und dadurch einen Auffahrunfall provoziert, dem kann laut Straßenverkehrsordnung ein Mitverschulden angelastet werden. Gerechtfertigt ist eine Vollbremsung hingegen bei drohender Kollision mit einem großen Wildtier, wie etwa einem Reh, einem Hirsch oder einem Wildschwein.

Nach dem Unfall muss die Gefahrenstelle unverzüglich abgesichert und die Exekutive verständigt werden. Wer einen Wildschaden nicht meldet, riskiert ein Verfahren wegen Fahrerflucht.

Umfassenden Versicherungsschutz bei einem Wildunfall bietet nur eine Vollkaskoversicherung. Sie deckt auch nach einem selbst verschuldeten Unfall die Reparaturkosten am eigenen Fahrzeug, sofern der Unfall nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführt wurde.

Das amtliche Unfallprotokoll und die sogenannte „Wildschadenbescheinigung“ der Polizei sind auch für die Schadensmeldung des Wildunfalls an die Versicherung obligatorisch.

Powered by WPeMatico

2018-10-25T03:04:22+00:00